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Gesetzliche Krankenversicherung: Zusatzbeiträge machen die Runde

26.01.2010

Schon vor einem Jahr stellten Experten die Prognose auf, es sei nur eine Frage der Zeit, bis die ersten gesetzlichen Krankenversicherungen Zusatzbeiträge erheben würden. Nun scheint sich diese düstere Vorhersage zu bewahrheiten. Nachdem die Deutsche BKK den Anfang gemacht hat, ziehen immer mehr Krankenversicherungen nach und kündigen ebenfalls Zusatzbeiträge an. So die DAK, die KKH Allianz, die BKK Gesundheit, die Deutsche BKK, die KTP BKK, die Novitas BKK, die BKK Westfalen-Lippe und die BKK für Heilberufe. Somit sind etwa 9 Millionen Versicherungsnehmer von höheren Kosten betroffen. Und das Schlimmste ist, dass vermutlich noch viele weitere Krankenversicherungen nachziehen werden.

Grund für die Welle an Zusatzbeiträgen ist, dass für das Jahr ein Defizit von rund 4 Milliarden Euro erwartet wird. Verteilt man dieses Defizit auf die 51 Millionen gesetzlich Versicherten, so müsste jeder einzelne monatlich 6,50 Euro hinzuzahlen. Somit ist es nicht verwunderlich, dass die Zusatzbeiträge immer mehr zu Regel werden.

Die aktuelle Beitragszahlung, die derzeit bei einem Satz von 14,9 Prozent liegt, wird also steigen. Entweder prozentual, wobei die Anhebung maximal 1 Prozent des Einkommens betragen darf, oder aber mit einer Pauschale in Höhe von bis zu 8 Euro. Nach derzeitigem Stand wird die Pauschale von den meisten Krankenversicherungen bevorzugt.