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Philipp Rösler hält an der Kopfpauschale fest

01.12.2009

Philipp Rösler, der neue Gesundheitsminister von der FDP, kündigte gegenüber den Medienvertretern erneut einen radikalen Umbau des Gesundheitswesen an. Die Einführung der Kopfpauschale hat dabei einen hohen Stellenwert. Dabei zahlt jeder Versicherungsnehmer einen festen Betrag, der völlig unabhängig von dem Einkommen erhoben wird. Laut Philipp Rösler ist dieses Modell in dem Koalitionsvertrag klar umschrieben, und eine gemeinsame Durchsetzung stehe nun kurz bevor. Gleichwohl stellt er jedoch klar, dass es keinen plötzlichen Wandel geben wird. Stattdessen soll die einheitliche Versichertenprämie in kleinen Schritten eingeführt werden.

Trotz der Kopfpauschale soll es weiterhin einen Ausgleich zwischen Arm und Reich geben. Nur ist dieser Ausgleich laut Philipp Rösler im Steuersystem besser aufgehoben. Die Versprechung des Gesundheitsministers lautet, dass niemand wegen der Kopfpauschale finanziell überfordert sein wird. Horst Seehofer, der Chef der CSU, steht der Einführung der Kopfpauschale währenddessen kritisch gegenüber. Seiner Ansicht nach sei die Einführung einer Versichertenpauschale mit Sozialausgleich nicht finanzierbar.

Philipp Rösler machte sogar bereits erste Zugeständnisse, indem Ehepartner und Kinder auch zukünftig beitragsfrei versichert werden sollen. Doch der grundsätzliche Plan mit der Kopfpauschale soll weiterhin umgesetzt werden. Die Diskussionen zwischen Philipp Rösler und Horst Seehofer dürften also weiterhin anhalten.