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Finger weg von der Kapitallebensversicherung!

12.11.2009

Die Kapitallebensversicherung zählt zu den beliebtesten Altersvorsorgen in Deutschland. Rund 50 Millionen Verträge sollen im Umlauf sein. Die Stiftung Warentest gibt in ihrem Buch “Altersvorsorge für Selbstständige” jedoch bekannt, dass eine Kapitallebensversicherung nur auf den ersten Blick reizvoll erscheint. Zwar lässt sich eine hohe Summe ansparen, und zudem wären im Todesfall die Angehörigen abgesichert, doch das sollte nicht über die Nachteile hinwegtäuschen.

Zunächst einmal ist die Rendite bei der Kapitallebensversicherung verhältnismäßig gering, sodass alternative Altersvorsorgen gewinnbringender wären. Weiterhin besteht nicht die Möglichkeit, sich das Geld vor Ablauf des Vertrages auszahlen zu lassen. Im Falle eines unerwarteten Geldbedarfs ein echter Nachteil!
Und als wäre das nicht schon ärgerlich genug, kommt auch noch die steuerliche Belastung hinzu. Die Auszahlung von Kapitallebensversicherungen, die ab dem Jahre 2005 abgeschlossen wurden, ist nämlich grundsätzlich steuerpflichtig.

All das ist Grund genug, um auf alternative Altersvorsorgen zu setzen. Neben der Rürup- und der Riester Rente sind die Fonds zu empfehlen. Bei Rentenfonds besteht beispielsweise nur ein geringes Verlustrisiko, dafür aber die Chance auf eine ordentliche Rendite. Noch höhere Renditen wären bei Aktienfonds möglich, dafür aber liegt hier auch ein erhöhtes Verlustrisiko vor. Solch eine Investition ist nur zu empfehlen, wenn man mit einem Verlust leben könnte.